Es bleibt eine Aufgabe der Gesellschaft unsere Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Auch 66 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers in Auschwitz wurde bei klarem Winterwetter auf dem Rüdersdorfer Friedhof an der Kalkberger Kirche den Opfern des Holocausts gedacht.
In einer ergreifenden Rede über Orte des Schreckens, wo Millionen von Menschen großes Leid durch die Nationalsozialisten erfahren mussten, festgehalten, unterdrückt und ermordet wurden, verwies André Schaller, Bürgermeister der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin, aber auch auf positiv hoffnungsvolle Momente. So wurde er vor zwei Wochen beim Neujahrsempfang in der französischen Partnerstadt Pierrefitte von einem Mann aus Dachau angesprochen, der heute überaus glücklich mit dem freundschaftlichem Verhältnis zwischen Rüdersdorf und Pierrefitte ist. So wurden am Internationalen Holocaustgedenktag im überschaubaren Kreis ein Rüdersdorf Blumengestecke nieder gelegt und eine Schweigeminute begangen. Erinnerungsmomente wie dieses sind für die Aufarbeitung der NS-Zeit unverzichtbar. Pfarrer Bumann verdeutlichte mit tröstenden Worten die Aktualität dieser Thematik: "In dieser Welt liegt noch viel Unversöhntes vor uns".
Weltweit werden immer noch Menschen wegen ihrer politischen Überzeugung oder der Religion ausgegrenzt und sogar verfolgt.

