Der Eichenprozessionsspinner ist die Raupe eines Nachtfalters, die vor allem auf Eichen vorkommt. Problematisch sind die feinen Brennhaare der Raupen, die ab einem bestimmten Entwicklungsstadium ein Nesselgift enthalten. Die Haare können durch den Wind verbreitet werden und bei Menschen und Tieren Hautreizungen, Juckreiz, Augenentzündungen sowie Beschwerden der Atemwege auslösen. Auch alte Nester stellen noch über längere Zeit ein Gesundheitsrisiko dar.
Warum sollte ein Befall gemeldet werden?
Frühzeitige Meldungen helfen der Gemeinde, Gefahrenstellen zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen einzuleiten. Besonders in der Nähe von Spielplätzen, Schulen, Kindergärten, Parks, Friedhöfen oder stark genutzten Wegen ist eine schnelle Reaktion wichtig, um die Bevölkerung zu schützen.
Wohin melde ich eine Sichtung?
Bitte melden Sie einen Verdacht auf Eichenprozessionsspinner möglichst mit Foto und genauer Standortangabe an eine der angegebenen Stellen:
- das Bauamt – Bereich Umwelt- und Grünanlagen
- umwelt@ruedersdorf.de
- Telefon: 033638 85 210
- den Bürgerservice
- buergerservice@ruedersdorf.de
- Telefon: 033638 85 123
- das Ordnungsamt
- ordnungsamt@ruedersdorf.de
- Telefon: 033638 85 450
Wie erkenne ich den Eichenprozessionsspinner?

Typische Merkmale sind:
- Befall ausschließlich oder nahezu ausschließlich an Eichen
- Graue bis weißliche Gespinste am Stamm oder an stärkeren Ästen
- Raupen, die sich oft in langen Reihen („Prozessionen“) fortbewegen
- Ältere Raupen mit deutlich sichtbarer Behaarung
Verwechslungsgefahr mit anderen Gespinsten
Nicht jedes Gespinst stammt vom Eichenprozessionsspinner. Häufig werden Gespinstmotten oder andere Raupenarten verwechselt:
Gespinstmotten

- Gespinste umhüllen häufig ganze Zweige oder Sträucher.
- Kommen oft an Obstgehölzen, Traubenkirschen oder Pfaffenhütchen vor.
- Für Menschen in der Regel ungefährlich.
Andere Raupen mit Brennhaaren
- Einige Arten besitzen ebenfalls behaarte Raupen.
- Die für den Eichenprozessionsspinner typischen großen Nester am Eichenstamm und das prozessionsartige Verhalten fehlen jedoch meist.
Im Zweifel gilt: Abstand halten und die Sichtung melden.
Was unternimmt die Gemeinde bei einem Befall?
Nach Eingang einer Meldung wird der Verdacht geprüft. Wird ein Befall bestätigt, können je nach Gefährdungslage folgende Maßnahmen erfolgen:
- Kontrolle und Bewertung des Befalls
- Fachgerechte Entfernung der Nester durch spezialisiertes Unternehmen
- Absperrung oder Sicherung betroffener Bereiche
- Weitere Maßnahmen an besonders sensiblen Standorten
Die Entfernung von Nestern sollte niemals eigenständig erfolgen. Durch unsachgemäße Handhabung können die gesundheitsschädlichen Brennhaare zusätzlich verbreitet werden.
Bitte halten Sie Abstand zu verdächtigen Raupen und Gespinsten und informieren Sie die Gemeinde über entsprechende Sichtungen. Gemeinsam können wir dazu beitragen, Gesundheitsrisiken für alle Bürgerinnen und Bürger zu minimieren.

