PM 2026/09

Kita Zwergenschloss – Sanierungsmaßnahmen werden fortgesetzt

Im Ortsteil Herzfelde schreiten die Sanierungsarbeiten an der Kita „Zwergenschloss“ weiter voran. Nachdem im letzten Jahr ein Feuchtigkeitsschaden in der Kita aufgetreten ist, wurden umfassende Maßnahmen ergriffen um die Einrichtung langfristig zu sichern und zukunftsfest aufzustellen.

Neben der Beseitigung des Feuchtigkeitsschadens wurden im Untergeschoss verschiedene bauliche Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen unter anderem Sanierungsarbeiten im Küchen- und Badbereich, die Beseitigung von Schäden in den Gruppenräumen, die Instandsetzung eines geschädigten Deckenbalkens sowie die Erneuerung von Fensterstürzen.

Der Ausgangspunkt der Schäden liegt im vergangenen Herbst. Im September wurde erstmals Feuchtigkeit in einer Wand im Hauswirtschaftsraum festgestellt. Aufgrund der anhaltenden Regenfälle wurde zunächst von einer witterungsbedingten Ursache ausgegangen. Kurz darauf wurde jedoch ein Schaden an einer Trinkwasserleitung festgestellt. Begünstigt wurde die Ausbreitung der Feuchtigkeit durch die Bauweise des Gebäudes: Eine fehlende Feuchtigkeitssperre ermöglichte es dem Wasser, kapillar im Mauerwerk aufzusteigen. Wie lange letztendlich dieser Schaden bereits bestand, lässt sich nicht mit Sicherheit rekonstruieren. In Folge dessen und verschiedener Testungen die Schimmelsporennachwiesen, wurde die Kita vorsorglich geschlossen, da eine Schimmelbildung nicht ausgeschlossen werden konnte. Die Kinder sind gegenwärtig gemeinsam mit ihren Bezugserzieherinnen in der Kita Sperlingshausen untergebracht.

Im Untergeschoss in dem die Feuchtigkeit über das Mauerwerk aufgestiegen war, wurde inzwischen mittels Hydrophobierung eine Horizontalsperre eingebracht. Damit ist das Gebäude künftig gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt. Die Arbeiten befinden sich in den letzten Zügen, hatten sich jedoch aufgrund der niedrigen Außentemperaturen verzögert. Es wurden alle Wände mit Erdberührung mit einer Horizontalsperre versehen

Im Zuge der Untersuchungen zeigte sich zudem, dass insbesondere eine Nasszelle im Untergeschoss bauliche Mängel aufwiesen, die eine Ausbreitung von Schimmel begünstigten.

Zu Beginn der Sanierung wurde der betroffene Gebäudebereich vollständig vom restlichen Gebäude getrennt, um eine Ausbreitung von Schimmelsporen zu verhindern. Nachdem auch im Erd- und Obergeschoss erhöhte Sporenwerte festgestellt wurden, erfolgte die vorsorgliche Schließung der Einrichtung. In der Folge wurden im oberen sowie unteren Bereich sämtliche offenporigen Materialien entfernt. Darüber hinaus wurden zahlreiche Einrichtungsgegenstände, wie Möbel, Spielzeug und sonstige Gegenstände und Materialien aufgrund des Alters, des Zustandes und des nicht mehr zeitgemäßen pädagogischen Nutzens entsorgt.

Aktuelle Zwischentestergebnisse zeigen, dass sich die Situation im Obergeschoss seit Oktober nicht verschlechtert hat. Es wurden weder neue Feuchtstellen noch Schimmelbildungen festgestellt, auch typische Geruchsbelastungen sind nicht vorhanden. Allerdings liegen die gemessenen Schimmelsporenwerte (Sporen – kein Schimmel!) in der Raumluft weiterhin bei einer Testung über den Werten in der Außenluft.

In den nächsten Schritten werden nun eine umfassende Reinigung sowie ein intensiver Luftaustausch des Gebäudes forciert. Darüber hinaus werden alte Raufasertapeten entfernt, um mögliche verborgene Feuchtstellen zu identifizieren. Im Anschluss sollen die Wände mit diffusionsoffener Silikatfarbe neugestaltet werden. Nach Abschluss dieser Maßnahmen ist eine erneute Freimessung vorgesehen.

Flankierend werden Modernisierungen vorgenommen, darunter die kindergerechte Sicherung der Heizkörper und die Erneuerung der Fußböden. Ob auch Sanierungsarbeiten in den Sanitärbereichen des Obergeschosses erforderlich sind, wird sich erst nach weitergehenden Öffnungen der Bausubstanz zeigen.

Geprüft wird darüber hinaus, ob man direkt weitere notwendige Maßnahmen im Außenbereich ergreift, wie den Austausch von Gehwegplatten und anderen Kleinreparaturen die im laufenden Kita-Betrieb meist mit erheblichen Sicherungsmaßnahmen verbunden sind.

Nach aktuellem Stand wird eine Wiederinbetriebnahme der Kita zum Beginn des neuen Kitajahres angestrebt. Voraussetzung hierfür ist ein planmäßiger Fortschritt der Arbeiten sowie die Verfügbarkeit der erforderlichen Fachfirmen.