
Sanierung des Kulturhauses Martin Andersen Nexö
Das Kulturhaus in Rüdersdorf wird einer denkmalgerechten Sanierung und brandschutztechnischen Ertüchtigung unterzogen.
Bisher wurde ein 1. Bauabschnitt (BA) umgesetzt. Dieser bestand im Wesentlichen in der Aufarbeitung und Restaurierung des denkmalgeschützten Mobiliars.
Es folgt nun der 2. BA. Dieser ist aus der Gesamtmaßnahme vorgezogen und wurde bereits durch die Gemeindevertreter beschlossen. Grund für das Herauslösen ist das Verbrauchen von Fördermitteln, die bereits angespart wurden.
Der 2. BA beinhaltet unter anderem diverse Sanierungsarbeiten des Kellermauerwerks, neue Kellerlichtschächte, eine Erneuerung des Putzes an der Kellerwand, eine neue vertikale Abdichtung, die Sanierung der Kellertreppenwände und sämtliche Arbeiten, die dafür notwendig sind oder in diesem Zusammenhang anfallen. Es muss eine vollständige Erneuerung der Entwässerung des Gebäudes durchgeführt werden, dazu wird im südlichen Bereich ein Entwässerungsbauwerk mit entsprechender Mulde errichtet. Als vorbereitende Maßnahme werden die Garagen, die derzeit auf diesem Grundstück stehen, abgerissen und entsorgt. Im Bereich Heizung-Lüftung-Sanitär und Elektro werden diverse kleinere Leitungsarbeiten und die Blitzschutzanlage realisiert. Notwendig werden ebenfalls Baustelleneinrichtung und Sicherungsmaßnahmen, im Wesentlichen der bereits im 1. BA restaurierten Möbel. Ebenfalls notwendig, da es zu keinem späteren Zeitpunkt mehr möglich ist, ist das Hochdruckinjektionsverfahren für eines der Fundamente der Aufzüge.
Die Arbeiten des 2. BA sind im Wesentlichen auf den Außenbereich des Kulturhauses begrenzt. Ziel ist es, dass die Arbeiten des 2. BA im März 2026 beginnen und bereits zum Jahresende beendet werden sollen.
Unmittelbar nach Beendigung des 2. BA soll der 3. BA, die Gesamtmaßnahme, durchgeführt werden.
Diese umfasst dann sämtliche Arbeiten im Innenbereich des Hauses. Arbeiten, die anfallen, sind unter anderem die brandschutztechnische Ertüchtigung, diese wiederum umfasst die Herstellung eines zweiten Rettungsweges für bestimmte Bereiche, die Ergänzung einer Brandwand bis zur Dachhaut, die Ertüchtigung der Sprühnebelanlage im Bühnenbereich und die Ausstattung des Gebäudes mit Trockensteigleitungen und einer Brandalarmierungsanlage.
Weitere Arbeiten umfassen eine umfangreiche wärmetechnische Ertüchtigung, die Herstellung einer barrierefreien Erschließung mittels diverser Rampen und zwei Aufzügen, die Erneuerung aller WC-Anlagen, die Sanierung und Neuausstattung der Küche, den Rückbau von Einbauten, sodass der Saal in seine bauzeitliche Fassung versetzt wird, die Verbesserung von Bau- und Raumakustik aller Hauptnutzungsräume sowie eine Erneuerung der Dachbeläge der Schrägdachflächen und eine Belegung mit Photovoltaik.
Weiterhin werden die technischen Sanitäranlagen sowie die elektrischen Starkstrom- und Fernmeldeanlagen einer vollständige Erneuerung unterzogen.
Alle Arbeiten müssen stets im denkmalrechtlichen Zusammenhang betrachtet und im Einvernehmen der Denkmalschutzbehörde durchgeführt werden.
Zielsetzung zur Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahme ist Ende 2030.
Aktueller Stand vom 29. April 2026
Bei der vorgeschriebenen Beprobung von Baumaterial der um das Kulturhaus laufenden Straße wurde eine Asbestbelastung festgestellt. Diese muss demzufolge vollständig entfernt werden. Aktuell läuft die Suche nach einem Entsorger hierfür.
Ende April (KW18) ist die beauftragte Firma wieder auf der Baustelle tätig. Es wird eine Rampe zum Flurstück 124 runter gebaut, die als Baustraße fungieren wird. Es werden weitere Demontage- und Abrissarbeiten zur Abdichtung des Gebäudes durchgeführt.
Auch im Inneren werden aktuell Arbeiten durchgeführt, u.a. die Demontage von Elektroleitungen und –verteilungen sowie Abriss und Demontage von Mauerwerk zur Herstellung von Durchbrüchen oder als vorbereitende Maßnahmen.
Bei Baumaßnahmen im Bestand und Sanierung eines Denkmals aus einer Zeit, in der es gesundheitlich und sicherheitstechnisch fragwürdige Baustoffe und Bautechniken gab, können im Bauverlauf immer wieder ungeplante und unbekannte Variablen auftreten, die Zusatzkosten und teilweise auch kurze Verzögerungen verursachen können.
Картинна галерея
von der Fördermittelübergabe im Februar 2026 bis zum aktuellen Baufortschritt
