Landkreis nimmt Platz 1 im Gleichstellungsranking Deutschland ein

Der Landkreis Märkisch-Oderland steht im Vergleich von 413 Landkreisen und kreisfreien Städten in Sachen Gleichstellung an der Spitze. Bewertet wurden 19 verschiedenen Indikatoren besonders die Bereiche Bildung, Ausbildung, Einkommen, Arbeitsmarkt und gesellschaftliche Teilhabe. Auch im Vergleich zum Jahr 2006 konnte Märkisch-Oderland in der Bewertung dieser Indikatoren für Chancengleichheit von Frauen und Männern Verbesserungen nachweisen.

Rainer Schinkel, Beigeordneter und Fachbereichsleiter: „Es kommt nicht so häufig vor, dass ein ostdeutscher Landkreis bei einem bundesweiten Ranking einen vorderen Platz einnimmt, umso mehr sind wir erfreut, dass wir bei diesem Ranking den ersten Platz erreichen konnten. Auch beim letzten Vergleich konnte sich unser Landkreis im Vorderfeld platzieren. Das aktuelle Ergebnis zeigt deutlich die ostdeutsche Lebenswirklichkeit. Zum einen ist die Erwerbsquote der Frauen traditionell höher als in vergleichbaren westdeutschen Landkreisen zum anderen ist unser Arbeitsmarkt geprägt vom Dienstleistungssektor und weniger vom produzierenden Gewerbe. Auch darin begründet liegt die höhere Erwerbsquote von Frauen. Hinzu kommen zahlreiche Förderinstrumente die der Landkreis erfolgreich umsetzt. Insbesondere Projekte der Wirtschaftsförderung widmen sich konsequent der Verbesserung der Chancen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt.

Eingliederungsmaßnahmen in den Arbeitsmarkt wurden intensiviert. Bei Projekten wie dem Lotsendienst und young companies sorgen wir für gute Bedingungen für Existenzgründerinnen und stellen bspw. auch Kitaplätze zur Betreuung der Kinder zur Verfügung. Bei der Förderung von Existenzgründungen durch die STIC-Wirtschaftsfördergesellschaft konnte der Anteil der Frauen innerhalb von drei Jahren verdreifacht werden. Bei den Existenzgründungen liegt unser Landkreis damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Auch in Projekten des Regionalbudgets wird auf den Zugang von Frauen zum Arbeitsmarkt besonderen Wert gelegt. Diese Maßnahmen haben uns einen guten Ruf und auch das gute Abschneiden im Gleichstellungs-Ranking ermöglicht.

Festzustellen bleibt jedoch, dass wir in den absoluten Zahlen in den einzelnen Kategorien bei Einkommen, Arbeitslosigkeit und im Bildungsbereich keine Spitzenpositionen einnehmen und wir unsere Aufgabe darin sehen, hier Verbesserungen zu schaffen.“

Der „Gender-Index“ ist ein bundesweites Messinstrument zum regionalen Vergleich der Gleichstellung von Frauen und Männern. Die Erhebung und Auswertung der Datenerfolgte durch Wert.Arbeit GmbH, Berlin, Gesellschaft für Arbeit, Chancengleichheit und Innovation gemeinsam mit dem Bundesamt für Bau,- Stadt und Raumforschung und der Hans-Böckler-Stiftung.

Seelow, 18. August 2011