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Lichtenow

Lichtenow wurde erstmals urkundlich erwähnt in den Jahren 1320-1323. Die historische Dorfstruktur zeigt sich als slawischer Rundling. In dessen Bereich finden sich die ältesten Gebäude des Ortes, die als Baudenkmal ausgewiesene Kirche, das in die Kirchmauer integrierte Spritzenhaus und ein als Baudenkmal geführtes Doppelstubenhaus aus Feldsteinen. 1802 gründete sich der Ortsteil Lichtenow Lamm beidseitig der Bundesstraße B1/5 Berlin-Frankfurt/Oder bzw. Seelow. Im Zuge der Industrialisierung wurde dort eine Ziegelei errichtet, deren ungenutzter Schornstein auch heute noch weithin sichtbar ist.

 

Zu Beginn der 90er Jahre besass Lichtenow 370 Einwohner. Durch Lückenbebauung und Verdichtung des Ortes wuchs Lichtenow bis 2005 auf 560 Einwohner. Mit der Realisierung der beiden ausgewiesen Wohnbaugebiete ist in den nächsten Jahren mit einem weiteren grösseren Einwohnerzuwachs zu rechnen. Durch den umfangreichen Bau von kombinierten Rad- und Gehwegen innerhalb und ausserhalb der Ortslage wurde Lichtenow in den vergangenen Jahren touristisch immer wertvoller. Über dieses Wegenetz wird unter anderem der Berlinnahe Raum an den durch Lichtenow führenden Europa-Radwanderweg R1 angebunden.

 

Viele Reisende, Naherholungssuchende und Badegäste besuchen im Sommer den idyllischen Lichtenower Badebruch und das zur Tradition gewordene Dorffest rund um die Kirche. Lichtenow ist Teil des Naturraums Ostbrandenburgische Platte. Es liegt auf der Barnim-Hochfläche, einer von starken Sandüberschüttungen geprägten Grundmoränenplatte.

 

Zwischen den beiden Siedlungsgebieten erstreckt sich ein Feucht- gebiet, das zusammen mit dem Mühlenfließ und den sich östlich angrenzenden Teichen, die aus ehemaligen Tongruben hervor- gegangen sind, als wertvolles Biotop gilt. In diesem landschaftlich interessanten Raum, direkt zwischen den beiden Siedlungsgebieten, befindet sich die ehemalige Dorfschule. Entlang der Strassen und Wege sorgen im Wesentlichen alte Baumalleen für eine Gliederung der Landschaft.

 

Anfang der 50er Jahre wurde an der Siedlerstrasse in Lichtenow Dorf eine Neubauernsiedlung angelegt. In den 80er Jahren erhielt Lichtenow eine besondere Erholungsfunktion, indem für Berliner Betriebe ca. 10 ha Land für klein- gärtnerische Nutzung zur Verfügung gestellt werden mussten.

 


Aus der Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Lichtenow stammt aus den Jahren 1320-1323. Die historische Dorfstruktur entspricht einem slawischen Rundling, in dessen Bereich die ältesten Gebäude des Ortes zu finden sind. Die  Dorfkirche, die etwa aus dem Jahre 1499 stammt und heute unter Denkmalschutz steht und auch das in die Kirchenmauer integrierte Spritzenhaus gehören dazu. Im Bereich des Dorfkerns befindet sich auch des älteste Wohnhaus des Ortes, ein Doppelstubenhaus aus Feldstein. Das Spritzenhaus wurde unter Mithilfe der Bevölkerung 1993 völlig saniert und bildet heute den Hintergrund für das jährlich im Juli stattfindende Dorffest.

 

Die Kirche wird seit Mai 2006 einer vollständigen Rekonstruktion unterzogen. Dank der Mithilfe der Gemeinde, des Gemeindekirchenrates und durch Spenden der Bevölkerung wurde inzwischen der Dachstuhl völlig neu errichtet.

 

Der alte Ortskern von Lichtenow befindet sich etwa 1 km nördlich der B1/5. Längs der B1/5 hat sich um 18oo der Ortsteil Lichtenow Lamm angesiedelt. Hier entstanden Wohnhäuser, aber auch Handwerks- und Ziegeleibetriebe. Der heute ungenutzte Schornstein der alten Ziegelei am Ortsausgang in Richtung Frankfurt (Oder ) zeugt noch heute davon.

 

ZiegeleiLichtenow.jpg kirche_lichtenow.jpg

 

 

 

Lichtenow, auf der Barnim-Hochfläche gelegen, zählt zum Naturraum Ostbrandenburgische Platte. Heute gilt jenes Feuchtgebiet, welches sich zwischen den beiden Siedlungsgebieten erstreckt, zusammen mit dem Mühlenfließ und den östlich angrenzenden Teichen, die aus ehemaligen Tongruben entstanden sind, als wertvolles Biotop.

 

Inmitten dieser Landschaft, genau zwischen den beiden Siedlungsgebieten Lichtenow - Dorf und Lichtenow - Lamm befindet sich am Fließweg die alte Schule. Bis 1955 wurden hier die Dorfkinder unterrichtet. Heute wird dieses Gebäude zum Wohnhaus für drei Familien ausgebaut. Zu Begin der 50er Jahre wurden in der Siedlerstraße zwölf so genannte Neubauernhäuser errichtet, die auch heute noch bewohnt werden und inzwischen dem jetzigen Lebensstandard angepasst wurden.

 

In den 80er Jahren mussten etwa 10 ha Land für Erholungszwecke bereitgestellt werden. In Lichtenow Lamm entstanden zwei große Gartenanlagen, die im Wesentlichen noch heute von Berliner Kleingärtnern genutzt werden.

 

Nach der Wende wurden in Lichtenow viele neue Häuser gebaut und durch die Anlage von Geh- und Radwegen in und um den  Ort wird diese Gegend auch für Kurzurlauber, die einen Abstecher nach Berlin machen wollen, interessant. Die Anbindung nach Berlin wird durch die B 1//5 gewährleistet oder aber man nutzt eine Bus- und Bahnverbindung, die es von Rüdersdorf bei Berlin aus gibt.

 

Lichtenow zählte anfangs der 90er Jahre etwa 370 Einwohner. Im Zuge der Lücken- und Neubebauung wurde der Ort nicht nur optisch attraktiver sondern gewann auch an Einwohner. Im Jahr 2005 hatte Lichtenow  mit einer Fläche von 7,76 km² 560 Einwohner und war damit der einzige Ortsteil der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin, deren Einwohnerzahl sich erhöht hatte.

 

07/2006 

Schwarzwald