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Klimaschutz

Fördervorhaben zur Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin

Die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

 

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Titel

KSI: Integriertes Klimaschutzkonzept für die Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin

Laufzeit

01.09.2015 bis 31.10.2016

Beteiligte Partner

seecon Ingenieure GmbH, Bürgerinitiative Gegen Autobahnlärm, Bürgerinitiative Gesund Leben am Stienitzsee e. V., Wohnungsbaugesellschaft Rüdersdorf mbH, BSG Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft mbH, Ökologische Energie- und Bauberatung Lichtenow, Ingenieurbüro Dr.-Ing. Wilfried Eckhof, Vattenfall Europe  New Energy Ecopower GmbH, CEMEX Zement GmbH, pure power GmbH & Co. KG

Förderkennzeichen

03K02084

Ziel und Inhalt

Die Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin beabsichtigt die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes, um die lokalen Potenziale zur Senkung der Treibhausgasmissionen innerhalb der eigenen kommunalen Liegenschaften sowie im privaten, gewerblichen und verkehrlichen Bereich zu ermitteln und durch geeignete Klimaschutzmaßnahmen auszuschöpfen. Neben der klimapolitischen Zielsetzung sollen gleichzeitig auch die finanziellen Einsparmöglichkeiten, die sich u. a. durch mehr Ressourcen- und Energieeffizienz im Bereich der Wärmeproduktion und -nutzung, im Elektrizitäts- sowie im Mobilitätsbereich erzielen lassen, ermittelt werden. Darüber hinaus soll das integrierte Klimaschutzkonzept die Grundlage für die Umsetzung von Klimaschutzaktivitäten in der Gemeinde bilden, wodurch neben der Entlastung des kommunalen Haushalts vor allem ein Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundes- und Landesregierung geleistet werden soll. Die Einbindung vielfältiger lokaler Akteure in den Erarbeitungsprozess des integrierten Klimaschutzkonzeptes soll die Rüdersdorfer Gesellschaft für das Thema Klimaschutz sensibilisieren und Anreize zur Steigerung der Energieeffizienz, zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur individuellen Emissionsminderung schaffen.

Link Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB):

www.klimaschutz.de

Link Projektträger Jülich (PtJ): 

www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

 

 

Auftaktveranstaltung: 1. Klimabeiratssitzung

Am 23.02.2016 fand im Gemeindezentrum in der Möllenstraße 12 in Herzfelde die Auftaktveranstaltung des neu gegründeten Klimabeirates statt, der die Erarbeitung des integrierten Klimaschutzkonzeptes begleiten soll. Unter der Leitung zweier Mitarbeiter des beauftragten Ingenieurbüros „seecon Ingenieure GmbH“ wurde den Anwesenden die Bedeutung des in Auftrag gegebenen integrierten Klimaschutzkonzeptes anhand einer Präsentation erläutert.

 

Die Arbeiten und verschiedenen Aufgabenbereiche der seecon-Ingenieure wurden dargestellt und an einigen Beispielen erklärt. Die Fragen der Klimabeiratsmitglieder konnten weitestgehend geklärt werden. Im Vorfeld der Veranstaltung konnten die seecon-Ingenieure durch Zuarbeit verschiedener Akteure schon eine umfangreiche Datenerfassung betreiben, die dazu dient, die Potenziale der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin zu analysieren.

 

 

2. Klimabeiratssitzung

In der zweiten Klimabeiratssitzung, die am 20.04.2016 erneut im Gemeindezentrum Herzfelde stattfand, präsentierten die seecon-Ingenieure die Ergebnisse der Datenauswertung zur Energie- und CO2-Bilanz der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin sowie erste Potenziale und Maßnahmenvorschläge. Hierbei stellten sie in Aussicht, dass durch zukunftsweisende Sanierungsmaßnahmen sowohl der kommunalen Gebäude (Kitas, Schulen, Turnhallen etc.) und der Straßenbeleuchtung als auch des Gebäudebestandes der kommunalen Wohnungsbau-/Wohnungsverwaltungsgesellschaften (WBG Rüdersdorf mbH, KWVG Hennickendorf mbH etc.) zukünftig eine Energie- und CO2-Einsparung von bis zu 55 % erreicht werden kann.

 

Darüber hinaus wurde mit der Erarbeitung von Eckpunkten für ein energie- und klimapolitisches Leitbild begonnen. Im Vorfeld der Veranstaltung wurden den Mitgliedern des Klimabeirates mehrere energie- und klimapolitische Leitbilder anderer Städte und Gemeinden als Beispiele zugeschickt. Dies erleichterte die Erarbeitung und ließ wesentliche Inhalte eines erfolgreichen Leitbildes für die Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin zielgerichteter definieren. Neben der Entwicklung einer an der Energiestrategie 2030 des Landes Brandenburg orientierten Zielsetzung war es daher wichtig, Aussagen für die Themen Energie- und CO2-Einsparung, Erhöhung der Energieeffizienz, Ausbau erneuerbarer Energien und umweltfreundliche Mobilität zu formulieren, sodass das Leitbild mit dem Zeithorizont 2030 als Grundlage für die Erarbeitung von Handlungsstrategien und für die Definition von konkreten Klimaschutzmaßnahmen fungieren kann.

 

 

3. Klimabeiratssitzung

Am 08.06.2016 fand im Gemeindezentrum Herzfelde die dritte Klimabeiratssitzung zum integrierten Klimaschutzkonzept der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin statt. Zu Beginn der Veranstaltung wurden weitere Einsparpotenziale durch Maßnahmen in den Bereichen Straßenbeleuchtung, Photovoltaik-Aufdachanlagen, Solar- und Geothermie sowie Verkehr von den seecon-Ingenieuren vorgestellt. Zudem präsentierten Vertreter von Vattenfall und CEMEX ihr Unternehmen sowie ihre derzeitigen Projekte im Bereich Energieeffizienz, um Schnittstellen zu den energie- und klimapolitischen Bestrebungen der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin identifizieren zu können.

 

Im Anschluss wurde der von den seecon-Ingenieuren entwickelte und bereits vor der Veranstaltung verteilte Maßnahmenkatalog von den Klimabeiratsmitgliedern intensiv auf seine Anwendungsmöglichkeit in der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin diskutiert. Einige der Maßnahmen aus den sechs Handlungsfeldern (Entwicklung/Raumordnung, Kommunale Gebäude/Anlagen, Ver- und Entsorgung, Mobilität, Interne Organisation und Kommunikation/Kooperation) wurden als nicht sinnvoll erachtet und entfallen künftig, andere Vorschläge wurden neu in den Maßnahmenkatalog aufgenommen.

 

Bis Mitte Juli fand dann eine Priorisierung sowie Einschätzung des Aufwandes und Umsetzungszeitraumes der einzelnen Maßnahmen durch die Mitglieder des Klimabeirates statt. Das Leitbild und der vorläufige Endbericht zum integrierten Klimaschutzkonzept wurden von den seecon-Ingenieuren entsprechend den Anmerkungen der Klimabeiratsmitglieder überarbeitet, um in der nächsten Klimabeiratssitzung abschließend diskutiert werden zu können. Bis zum Herbst 2016 soll der Endbericht zum integrierten Klimaschutzkonzept der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin vorliegen, um anschließend im Umwelt- und Gesundheitsausschuss sowie in der Gemeindevertretersitzung präsentiert werden zu können.

 

 

4. Klimabeiratssitzung

In der vierten Klimabeiratssitzung, die am 21.09.2016 im Gemeindezentrum Herzfelde stattfand, wurde der vorläufige Endbericht zum integrierten Klimaschutzkonzept abschließend von den Mitgliedern des Klimabeirates diskutiert. Insbesondere das „Energie- und klimapolitische Leitbild der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin 2030“ wurde eingehend überprüft und dessen einzelne Zielsetzungen und Handlungsfelder endgültig abgestimmt.

Nach der finalen Überarbeitung durch die seecon-Ingenieure wurde der Endbericht zum integrierten Klimaschutzkonzept am 18.10.2016 in der 16. Sitzung des Umwelt- und Gesundheitsausschusses präsentiert. Das Gesamtkonzept umfasst neben dem Leitbild inklusive Klimaschutzzielen und den errechneten Energie- und Treibhausgasbilanzen auch die ermittelten Potenziale in den einzelnen Untersuchungsbereichen, ein Öffentlichkeitsarbeits- und Controllingkonzept, eine Verstetigungsstrategie sowie den Maßnahmenkatalog. Die Ausschussmitglieder stimmten dem integrierten Klimaschutzkonzept einstimmig zu und empfahlen der Gemeindevertretung den Beschluss des Konzeptes. Zudem wurde der Einsatz eines Klimaschutzmanagers als wichtig für die nachhaltige Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes erachtet und die Weiterführung der quartalsweisen Klimabeiratssitzungen begrüßt.

 

In der 19. Sitzung der Gemeindevertretung am 03.11.2016 wurde das integrierte Klimaschutzkonzept der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin mit seinem Leitbild, den Zielen und Handlungsempfehlungen beschlossen und der Bürgermeister damit beauftragt, die Verwaltungsarbeit auf die Umsetzung der Maßnahmen und die Erreichung der Ziele auszurichten. Hierzu gehört gemäß Maßnahmenkatalog des integrierten Klimaschutzkonzeptes beispielsweise auch der Aufbau eines sogenannten Klimaschutz-Controllings zur systematischen Erfassung und Auswertung von klimaschutzrelevanten Daten, zur jährlichen Fortschreibung der Energie- und Treibhausgasbilanz und zur Überprüfung der Zielerreichung.

 

 

5. Klimabeiratssitzung

 

Die fünfte Klimabeiratssitzung fand am 19.01.2017 gemeinsam mit der 18. Sitzung des Umwelt- und Gesundheitsausschusses im Gemeindezentrum Herzfelde statt. Vertreter der Rehfelde-EigenEnergie eG präsentierten ihre Energiegenossenschaft und ausgewählte Projekte, wie beispielsweise die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf einem Turnhallendach sowie den Bau und Betrieb von zwei Windenergieanlagen.

 

Im Anschluss wurden die Aktivitäten der Gemeindeverwaltung zur Beantragung von Fördermitteln für die Einstellung eines Klimaschutzmanagers erläutert, welcher innerhalb des Bewilligungszeitraumes von drei Jahren die Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes fachlich-inhaltlich unterstützen soll. Die Klimabeiratsmitglieder diskutierten die Auswahl der in diesem Zeitraum umzusetzenden Maßnahmen auf Grundlage des Maßnahmenkataloges des integrierten Klimaschutzkonzeptes. Im Ergebnis wurden 18 der 34 im Klimaschutzkonzept benannten Maßnahmen aufgrund ihrer hohen Priorität, ihres kurzfristigen Umsetzungszeitraumes, ihres niedrigen Aufwandes und ihres hohen CO2-Einsparpotenzials ausgewählt, um durch den Klimaschutzmanager angeschoben zu werden. Die 18 ausgewählten Maßnahmen decken die im Leitbild formulierten Handlungsfelder weitestgehend ab.

 

Mitte März wurde der Förderantrag zur Schaffung einer Stelle für Klimaschutzmanagement beim PtJ eingereicht. In Abhängigkeit der Bewilligung der Fördermittel kann frühestens fünf Monate nach Einreichung des Antrages mit der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes durch den dafür eingestellten Klimaschutzmanager begonnen werden. Voraussichtlich im Sommer 2017 wird die nächste Klimabeiratssitzung stattfinden.

 

 

Informationen rund um das Thema Klimaschutz:

 

Interessierte Bürger sind weiterhin herzlich eingeladen, sich für die Mitarbeit im Klimabeirat zu bewerben.

Die Bewerbungen sind schriftlich beim Bauamt (FB III) einzureichen:

 

Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin

Fachbereich III

Frau Dorothee Schulz

Puschkinstraße 5

15562 Rüdersdorf bei Berlin

Kennwort: "Klimabeirat“